Donnerstag, 1. März 2012

Ein ganz besonderer Mensch

Febr. 2012
Was haben eine Plattenkamera, Hüte, Trenchcoats aus Fohlenfell, Diamantschleifer und Kisten voll mit einzelnen Köpfen, Armen und Beinen in einer ehemaligen Metzgerei gemeinsam???
Das alles gehört zum Leben von Gertraud Stadler, ursprünglich Fotografin, dann Verkäuferin in einem Hutladen und bei Rudolf Moshammer und seit 37 Jahren leidenschaftliche Puppendoktorin/Puppenmacherin - seit vielen Jahren in ihrem kleinen Laden in der Luisenstraße 68 in München.
An die Metzgerei, die vor der Puppenstube hier im Haus war, erinnern noch die Eisenhaken, an denen im Nebenraum die Puppen ohne Köpfe hängen. Daneben in Kisten mehrfach verletzte Puppen, Einzelteile, Arme, Beine, Torsen - ein herrlich skurriler Anblick!

Im eigenlichen Verkaufsraum Puppenbabys, Puppenmädchen, einige wenige Puppenjungen,Teddybären, Marionetten in allen Altersgruppen. Eine Vitrine voll mit wertvollen alten Puppen, für unsere heutige Sichtweise ziemlich hässlich. Manfred, Fotograf und kreativer Mitdenker bei diesem Projekt hat wieder viele Stunden damit verbracht, Eindrücke zu finden, zu fotografieren, ins richtige Licht zu bringen.

An einem kleinen Tisch mitten zwischen den lebenden und den toten Puppen sitzt die Puppen-Ärztin und repariert/heilt ihre kleinen Patienten.

Und ich hatte das Vergnügen, mich mit dieser tollen Frau zu unterhalten, zuzuhören. Denn zu ganz vielen dieser Bewohner der Puppenstube gibt es Geschichten, die Frau Stadler auf ihre so eigene symphatische und witzige Art erzählt. Die Lieblingspuppe von der Puppenstubenchefin ist unten abgebildet - diese Puppe ist ca 110 Jahre alt und auf eine ganz fremde Art wunderschön.
Das untere Foto zeigt eine Marionette, gestaltet von einer ehemaligen Ingol-städterin - die hat mich besonders fasziniert!






Es gibt sie doch noch, diese Begegnungen im Leben, die nicht lang sein müssen, und dennoch so eindrucksvoll sind!

Weitere coole Fotos wie immer in dem Blog von Manfred Ehrenlechner.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen