Samstag, 26. April 2014

Und wir haben es doch geschafft :) Teil I

Es ist vollbracht
April 2014

Das mit der Entstehung der Welt in 7 Tagen mag vielleicht ja stimmen - aber Tatsache ist, der Mensch kam erst Millionen Jahre später auf die Erde. Denn die wurde laufend überarbeitet, nachgebessert und umgestaltet.

So kamen mir die letzten 6 Monate auch irgendwie vor. Auch wir haben überarbeitet, nachgebessert und umgestaltet.

Aber jetzt haben wir es geschafft!!!

Das Projekt und das Buch sind endlich fertig und auf dem Markt und das Buch - Dank Axel-Dielmann-Verlag und seines leeren Kontos - in neuer und wie wir finden, verbesserter Form.
Übrigens haben wir unser Buch selber gesetzt, zum Druck gebracht und verlegt. Man gönnt sich ja sonst nichts.... :)
                      Unser Buch, erhältlich auf unseren Websites und natürlich auch auf amazon :)

Und die nicht so gelungene Generalprobe in Berlin hat uns sehr viel gelehrt und dieses Mal war ich endlich glücklich in Nürnberg. Im Nürbanum, Halle A5 - extra für uns frisch geweißelt, mit interessantem Hallencharakter, kuschelig warm und verhältnismäßig viel Platz für unser Projekt.



                       DIES war die Grundlage für wirklich wunderbare 4 Wochenenden in Nürnberg.

Selbstbewusst haben wir dieses Mal auch ein Pressegespräch angeboten und so bekamen wir auch die Presseaufmerksamkeit, die unser Projekt verdient hat, beispielsweise dieser Artikel.


Daraus resultierend hatten wir auch wirklich viele Besucher. Und das war einfach wunderbar... unsere Ergebnisse zeigen zu können, das Interesse, die Achtung und die Begeisterung der Besucher zu spüren....das war der verdiente Lohn nach 2,5 Jahren Arbeit ohne einen Tag Urlaub....

Das Durchhalten hat sich gelohnt. Unser Projekt ist jetzt öffentlich - und es gefällt! Und deshalb an dieser Stelle ein von tiefstem Herzen kommendes Dankeschön an das gesamte Team. Ihr seid großartig!!!

Und jetzt noch ein persönliches Resümee und vielleicht ein paar Antworten...

Ja, das Projekt hat mich tatsächlich all meine Zeit, Energie, Kraft und Geld gekostet.
Ja, ich habe nicht nur Rückhalt und Verständnis bekommen aus meinem sozialen Umfeld - manchmal stand ich ziemlich allein da.
Ja, ich habe auch Angst gehabt, dass das Ganze zu groß wird, zu viel, zu teuer zu mühsam.
Ja, gegen Ende kamen Zweifel auf und die Angst, es doch nicht zu schaffen. Das war eine harte Zeit.

ABER:
Jetzt, nach Ende des Openings und nach ein paar Wochen des ganz dringend benötigten Ausschnaufens weiß ich:
Ja, ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Diese 2,5 Jahre meines Lebens haben mich nicht nur viel gekostet, sondern es war auch eine Zeit der Geschenke für mich.

Ich durfte so viel lernen in dieser Zeit.
Über Fotografie und die Kunst Licht zu lenken und Bilder ohne Photoshop Geschichten erzählen zu lassen. Danke Manfred!
Ich habe so viel gelernt über Organisation, Recherche, Aquise, Social-Media-Arbeiten, Webseitenaufbau, Präsentation, Interviewführung, Bühnenbau, Fotoshooting-Vorbereitung, Malen in Rekordzeit, Buchsatz, Bildereinrahmungund habe gelernt, geduldig und ausdauernd zu sein ...

Ich durfte in 12 Leben eintauchen, 12 beeindruckende Persönlichkeiten kennenlernen, 12 mal erleben, dass es sich lohnt, seinen Traum zu leben und seine Arbeit zu lieben.

Ich habe 12 Autoren gefunden, die Lust hatten, mitzuarbeiten und sich in die Berufe einzudenken. Mit einigen verbindet mich jetzt eine wunderbare Freundschaft.

Ich habe Menschen auf diesem Weg getroffen, die ich begeistern konnte mit unserem Projekt und die einfach mitgeholfen haben, dass "12 mal anders" jetzt so dasteht - ohne daran zu verdienen, einfach, weil sie begeistert waren und sind. Auch hier sind tolle Freundschaften entstanden....Und das ist eine wahnsinnig schöne Erfahrung!!!

Und ich bin gewachsen in dieser Zeit, ich bin stärker geworden und selbstbewusster, reicher an Erfahrung und auch dankbarer, als ich es je war.

Also - traut euch, lebt euren Traum. Diese Träume sind selten zeitlich unbegrenzt, aber wenn ihr euch entschieden habt, macht es, genießt jeden Tag, haltet durch und lasst euch nicht durch Zweifel und  "wohlgemeinte" falsche Ratschläge von eurem Weg abbringen!!!
 
Und im nächsten Blogeintrag gibts endlich ein paar Infos und Fotos über die Events in Nürnberg....es waren richtig gelungene Veranstaltungen mit tollen Gästen und grandiosen Künstlern.





Freitag, 29. November 2013

Frust pur!!!



Meine traurige Bilanz nach wochenlanger „Zusammenarbeit“ mit dem Axel-Dielmann-Verlag


Jetzt ist leider die 2. Frist auch abgelaufen und der Dielmann-Verlag aus Frankfurt ist seiner vertraglich gesetzten Pflicht, unser Kunstbuch „12 mal anders“ als Verleger zu drucken und zu liefern nicht nachgekommen.

Ich muss also alle Menschen um Verzeihung bitten, die sich oder anderen das Buch vielleicht noch zu Weihnachten schenken wollten.

Es war  für mich und alle Teilnehmer von „12 mal anders“ schon eine Katastrophe, dass bei der ersten Test-Veranstaltung in Berlin das Kunstbuch zum Projekt nicht vorlag. Ich habe dadurch nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch einen Imageschaden davongetragen, vom psychischen Stress ganz abgesehen.

Axel Dielmann vom Axel-Dielmann-Verlag hat nun mehr als 5 Wochen zusätzlich Zeit erhalten, den Vertrag noch zu erfüllen. Und als Anzahlung hatte er bereits die Hälfte der Summe von mir erhalten.

Ich habe jetzt weder das Buch, noch das Geld zurückerhalten. Ich habe ein Problem.

Dass unser Buch noch nicht auf dem Markt ist, ist also nicht unsere Schuld. Der Dielmann-Verlag aus Frankfurt ist seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen und hat die alleinige Schuld. In meinem bisherigen Geschäftsleben bin ich tatsächlich noch nie so behandelt worden. Der Kontakt fand phasenweise gar nicht mehr statt. Dutzende Telefonanfragen blieben unbeantwortet. Versprechungen wurden nicht eingehalten. Die Zusammenarbeit mit Axel Dielmann war mehr als unprofessionell.

Aber ich werde mich trotz aller widrigen Umstände mit all meiner Kraft bemühen, unser Buch zu veröffentlichen. Das verspreche ich euch – und mir.

So sieht die Druckvorlage aus für das Cover.
Also theoretisch...


Im nächsten Blogeintrag erzähle ich euch Einzelheiten über den Geschäftsablauf mit dem Dielmann- Verlag  aus den letzten Monaten, den ich protokollarisch festgehalten habe….es war wirklich unglaublich anstrengend…. Ihr werdet erschreckt sein!


Sonntag, 11. August 2013

Malmarathon

August 2013

Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, ich könnte 8 oder 9 Stunden täglich malen, hätte ich empört gesagt "waaaas? wie soll ich mich denn so lang konzentrieren können??? nein, das klappt auf Seide nicht!"
Ha, was war ich für ein Weichei....

Ich habe 4 Wochen Zeit für 4 Bilder. Punkt. Das ist Fakt. Und das heißt im Klartext 1 Bild pro Woche.
Daneben sollte ich noch das Startnext-Projekt gut begleiten und weiter an der Organisation arbeiten.
Ach ja, mein alter Laptop ist im "Durchbrenn-Modus" gewesen und ich musste mir auch noch einen
neuen Laptop zulegen. Neben den wirklich schmerzhaften Kosten noch mehr Zeit, die mir verloren geht/ging.

Deshalb habe ich mich auch noch nicht richtig um unser Startnext-Projekt kümmern können. Denn ich habe mir einen strikten Tagesablauf verordnet, an dem nur morgens max 2 Stunden und abends nach dem Malen Bürozeit gestattet ist. Und ehrlich gesagt, funktioniere ich abends nicht mehr richtig zur Zeit....ich bin zu kaputt....
Aber wenn ich mich nicht an den Zeitplan halte, schaffe ich die Malerei nicht....und ich muss fertig werden, damit unser Buch überhaupt erst in Druck gehen kann. 

Und so habe ich festgestellt - ich kann's doch....ich kann tatsächlich 8- 9 Stunden am Tag malen....
wow...und ich habe das erste Bild pünktlich fertig bekommen...

Das ist ein gutes Gefühl.....das leider nicht lang anhält.....die Gedanken sausen nur so herum in meinem Kopf...
"puhhh, was male ich als nächstes???"
"hoffentlich habe ich nächste Woche mehr Energie für Startnext"
"wann soll ich nur die notwenigen Arbeiten für PR-Arbeit und Berlin machen?"
"wie schaffe ich es, Sponsoren zu finden?"
"welche Bank raube ich aus, wenn ich keine finde?"
"uiiii, ich muss ja die Website noch aktualisieren"
"wo finde ich eine steinreiche Familie, die mich adoptieren will?"
"warum habe ich nicht 10 arbeitslose Geschwister, die nichts lieber tun, als mit zu helfen?"
"ob ich wohl jemals wieder durchschlafen werde und nicht mehr so müde sein werde???"

Aber - es sind die Erlebnisse mit den Menschen, die mit mir arbeiten, mich begleiten, mich anfeuern, die mir die Kraft geben, das hier durchzustehen. Und es ist das dankbare, befriedigende, glückliche Gefühl, das man hat, wenn man ein fertiges Werk betrachtet, egal, ob man nur mitgewirkt hat, oder es allein erschaffen hat. Diese Gefühle und diese Dinge, die kann mir niemand mehr wegnehmen, die sind es abslolut wert, dass man dafür kämpft.

Also - let's go on....mein Team hat es verdient, das Projekt hat es verdient und ja, auch ich habe es verdient, dass wir es schaffen, am 18. Oktober in Berlin bei der 1.Vernissage die komplette Arbeit das erste Mal zu präsentieren und auch das wunderschöne Buch dazu dabei zu haben!

Hier noch ein paar Fotos von der Enstehung meiner "Natascha - Schönheit am Seil"
Es sind nur Handyfotos, keine tolle Qualität, aber vielleicht trotzdem mal ganz interessant.







Dienstag, 16. Juli 2013

Etappensieg Nr. 1 - Wir haben unseren 12. Berufsinhaber besucht!

Juli 2013

Ein erster Etappensieg, juchu!

Wir waren gestern unterwegs und haben den letzten, den 12. interessanten Berufsinhaber zum Gespräch besucht. Diesmal waren es sogar 2 außergewöhnliche Persönlichkeiten.....
Ich verrate noch nicht viel...vielleicht kommt ihr selber drauf? ;)

Hier ein Foto und ganz bald der ganze Bericht.




www.12malanders.com
www.photoworks-commercial.com/

Samstag, 6. Juli 2013

Shooting zum Beruf des Schatzsuchers - Ein Bericht

Juli 2013


Zu allererst ein paar Worte zur Entstehung des Bühnenbilds. Manfred hatte ein Idee und eine Skizze dazu gezeichnet, wie wir das Bild gestalten könnten. Also ab in den Baumarkt, Material besorgen, zeichnen, sägen, feilen, malen, in Szene bringen.

3 Reihen Wellen, ein Felsen, Sandbänke, eine Schatztruhe, ein Schiffswrack, Koralle, Pflanze, Seeigel, alles was so eine Unterwasserszene braucht. Im Hintergrund changierenden Stoff in Wellen aufgehängt. Und das Ganze natürlich in Originalgröße. Sprich ein 4 x 4 m Aufbau.
UND der geniale Trick dabei, alles um 90° gedreht, damit unser Model, die Meeresnixe hinter dem Felsen stehen kann. Das Bild wird dann wieder zurückgedreht - und siehe da....die Nixe schwimmt.
Manfred hat's einfach drauf!

Und ich liebe diese Arbeit mit ihm. Eine Szene entstehen zu lassen, von der Idee über den Kulissenbau hin zur Requisitensuche, das ist richtig, richtig geil. Wenn man die Entwicklung von der Idee hin zur Realität selbst in der Hand hat, einfach genial.
Dann haben wir noch eine Schneekanone gebaut, die eigentlich "patentierwürdig" wäre. ;)))
Bereit für's Shooting.

Unser Modell Kathy war bezaubernd in ihrem Nixen-Outfit und voll motiviert.
Nico, der Kameramann hatte seinem Sohn dessen ferngesteuertes Auto geklaut und seine GoPro-Kamera daran befestigt. Ich bin auf diese Aufnahmen sehr gespannt.
Karin, Stylistin und Friseuse, hat ein tolles Nixen-Styling gezaubert.
Julian, dieses Mal für die Sicherheit des Models zuständig, hat es schon genossen, eine so hübsche Mermaid "am Seil" zu haben.
Manfred professionell und supernett wie immer, hat wunderbare Fotos eingefangen.
Und ich habe mit Hilfe von der Karin Frau Holle gespielt und es schneien lassen.

Das Ergebnis kennt ihr ja schon. Es war wieder ein gelungenes Shooting.

"Schatzsucher und die Schneeglaskugel" - Fotograf Manfred Ehrenlechner


Und geblödelt haben wir auch noch....
Hier seht ihr das Team nochmal in voller Schönheit. :)








Und hier noch mal alle etwas "normaler"...sagen wir mal - fast alle ;)

Team "12 mal anders" - Fotograf Manfred Ehrenlechner

Alle Fotos und noch mehr von Manfred Ehrenlechner: http://photoworks-commercial.com/blog.html
Alles über das Projekt "12 mal anders": http://www.12malanders.com/

Beruf Nr. 11 - Der Schatzsucher

Juni 2013
Besuch beim Grafen Nikolaus von Sandizell - Wiederentdecker, Erforscher, Schatzsucher, Unternehmer.
Ich war schon ein bisserl angespannt, dass wir einen Grafen interviewen und fotografieren durften. Aber schon bei der Begrüßung wurde klar, dass hier kein versnobter Adeliger, sondern wieder einmal eine supernette bemerkenswerte Persönlichkeit zu unserem Projekt gestoßen war.
Wir haben uns in einem der wundervollen privaten Zimmer des Schlosses Sandizell unterhalten und es war ein sehr entspanntes, hochinteressantes Gespräch.

Graf von Sandizell hat 1995 seinen Job an den Nagel gehängt und ist Schatzsucher geworden, bzw. hat das Bergungsunternehmen Arqueonautus Worldwide aufgebaut.
Warum er seinen Job als gutbezahlter Manager bei MAN aufgegeben hat, wird in den meisten Interviews immer damit erklärt, dass Nikolaus von Sandizell neue Herausforderungen gesucht hat.
Uns hat er aber gleich am Anfang verraten, dass er wahrscheinlich Schatzsucher geworden ist, damit er keine Krawatten mehr tragen muss....

In erster Linie sieht er sich als Wiederentdecker und Bewahrer alter Kulturgüter. Er möchte nicht nur die Schätze bergen, Gold und Reichtum interessieren ihn nicht, erzählt er. Aber durch die wissenschaftliche Arbeit, die er auch leistet, werden diese alten Schiffe und ihre Geschichte wieder zum Leben erweckt. Und genau das sei das Großartige an seiner Arbeit als moderner Schatzsucher.

Natürlich sind solche Expeditionen und Bergungen unheimlich teuer und deshalb ist sein Unter-nehmen auch ein kommerzielles, d.h. die schönsten Funde kommen in die Museen und der Rest wird verkauft. Der Staat, in dessen Gewässern das Wrack liegt, und Arqueonautus teilen sich den Gewinn.

Ein erfolgreicher Schatzsucher zu sein, hat mit Romanfiguren recht wenig gemeinsam. Die Leiden-schaft und die Passion, ja, die gehören unbedingt dazu, aber man muss auch organisatorisches, marktwirtschaftliches und teamfähiges Denken mitbringen. Nikolaus hat uns erzählt, dass er erst sein Unternehmen gegründet hat, nachdem er 1 Jahr lang intensive Recherche betrieben hat und vor allem auch gescheiterte Expeditionen analysiert hat. Dabei wurde ihm klar,  dass Schatzsuche nur im Team funktioniert: Man braucht Experten aus 7 Bereichen -  Archivrecherche, Finanzierung, Konservierung, Suche, Bergung, Verhandlungsführer mit den Regierungen und natürlich auch die Kommerzialisierung.

Und wie man sieht, geht sein Konzept auf. Arqueonautus hat schon viele großartige Erfolge und Bergungen zu vermelden. Momentan arbeitet Graf von Sandizell an einem wunderbaren Projekt, bei dem es um die Bergung der Fracht eines Schiffes aus der Kaiser-Wanli-Zeit geht. Ich bin fasziniert von dieser Begeisterung, die seine Erzählungen ausstrahlen.

Bei der Frage, ob er auch als Jugendlicher schon "ein Suchender" gewesen ist, muss der Graf ein wenig überlegen. Geschichtlich interessiert sei er schon immer gewesen und er war von klein an ein glühender Verehrer des Meeresforschers Hans Hass. Er hatte auch ein Herbarium mit mehreren 100 Exemplaren und arbeitete schon als 12-jähriger mit einem Turmfalken. Das war alles, was ihn ein wenig von den Anderen unterschied. Schon früh hat er dann für MAN erfolgreich im Ausland gearbeitet.

Und dann, im Alter von 36 hat er sich doch entschlossen, einem Traum zu folgen. Und er bereut keinen Tag. Das Schönste an seinem Beruf ist laut Nikolaus, ein unberührtes Wrack zu finden.
Dämliche Aussagen über seinen Beruf, die diesen in schlechtes Licht rücken, ärgern ihn maßlos.

Aber am meisten Nerven kosten unseren modernen Schatzsucher die Verhandlungen mit der UNESCO. Die Organisation bevorzugt es nämlich, Funde "In Situ" zu belassen, d.h. die Unesco meint, es wäre natürlicher, wenn diese Wracks und ihre Schätze vor Ort, so wie sie gefunden werden, katalogisiert, benannt und geschützt werden.
Graf von Sandizell hat uns aber erklärt, dass das vielleicht innerhalb der EU funktionieren kann, aber nicht in Ländern, wie z.B. Indonesien oder Mozambique. Sowohl Schatzräuber, die alles kaputt machen, weil sie nur am eigentlichen Schatz interessiert sind, als auch die furchtbare Schleppnetz-Fischerei, die alles, nicht nur die Natur, sondern auch die Wracks einfach niederwalzt, haben schon jetzt dazu geführt, dass beispielsweise in Indonesien schon 19 von 20 Schiffswracks zerstört wurden. Es ist wohl schlichtweg unmöglich, dort die Funde "in situ" zu belassen, weil sie nicht geschützt werden können. Dieses Wissen macht ihn regelrecht fertig.

Ich habe großen Respekt vor diesem Mann, der mit so viel Einsatz und Leidenschaft seinen Traum lebt, ein Traum, der zwar gut durchdacht, aber trotzdem nicht einfach ist. Schatzsucher sein kann man nur mit Leib und Seele, es ist kein "8 to 5 Job", aber Graf von Sandizell strahlt so viel positive Energie aus, dass man spürt, es war die richtige Entscheidung für ihn. Manfred und ich waren sehr glücklich, wieder einmal einen Menschen kennengelernt zu haben, der einen alternativen Lebensweg eingeschlagen hat und damit glücklich wurde.

http://www.12malanders.com/ 

Montag, 22. April 2013

PreOpening - Appetizer

20. April 2013

Showroom vom Gestalter Bund in München. Oliver Pütz, der Herr des Hauses hat uns freundlicherweise seine Räumlichkeit zur Verfügung gestellt, um ein kleines, aber feines Event zu feiern.

Exemplarisch am Beruf des Pinselmachers haben wir gezeigt, wie unser "12 mal anders"-Projekt später im Ganzen ablaufen bzw. aussehen wird.

Wir wollten in der Hauptsache mit den Leuten unseres Teams, die ortsnah leben, einen schönen, entspannten Abend verbringen, denn der private, persönliche Kontakt kam bisher viel zu kurz. Zudem sollte es ein Appetizer werden für die Freunde von "12 mal anders". Ein Häppchen, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Denn 2013 besucht das Kunstevent nur die Städte Berlin und Wien. Und bis 2014 ist es noch lang...
Und so ein bisschen wollten wir uns auch selber "beschenken". Denn es tut einfach gut, auch einmal in voller Größe und im Zusammenhang die Ergebnisse zu sehen. Seit September 2011 arbeiten und arbeiten und arbeiten wir nun schon an diesem umfangreichen Projekt. Tja, und auch wir brauchen manchmal wieder neue Motivation. Und ja - die haben wir jetzt auf alle Fälle wieder. Es lohnt sich definitiv, diese Arbeit - unser Konzept aus der Darstellung der Berufe mittels Fotografie, Malerei, Text und Film kommt sehr gut an und hat auch uns wieder überzeugt.

Und wir haben uns total gefreut, dass doch so viele unserer Mitwirkenden den Weg zu uns gefunden haben, um mit uns zu feiern - es wurde eine lustige und lange Nacht...
Hier ein paar Fotos, die Ralf Bodemann uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, weil - es ist ja eigentlich etwas peinlich, aber wir sind halt auch einfach etwas überarbeitet - die GoPro-Kamera, die wir installiert haben, um Eindrücke zu filmen, haben wir schon perfekt positioniert. Nur hat sie dann niemand eingeschaltet....Danke Ralf, du hast uns gerettet....

 
Ralf Bodemann, Autor von "12 mal anders"


Manfred mit Gertraud Stadler, unserer Puppendoktorin
      Christian Höbusch- eins unserer Lachenden Gesichter -  Unsere Give-Aways 




Im Gespräch mit unserem Ocularisten Thorsten Meyer
Auch der Chef von DaVinci, Herr Meyer, hat uns besucht.
Unsere Ausstellungskataloge - schon so richtig ansehnlich...
Liebe Gäste des Hauses Pütz
Yvonne Rubin, Autorin und Meehr - Kunstwerk Frau, unsere Prostituierte
Der Spaß kam nicht zu kurz!







Liebe Freunde der Initiatoren
Unser genialer Make-Up-Artist Andreas Schwan
Sie hatte die weiteste Anreise - aus Berlin






Wir hatten wirklich einen schönen Abend :)
Fotografien des Events: Ralf Bodemann

So - und jetzt geht's weiter mit neuem Elan!

Übrigens: Man kann die Arbeiten noch für 4 Wochen im Gestalter Bund, Holzstr. 22 in München auf sich wirken lassen.

 




Dienstag, 2. April 2013

Warum bin ich abends eigentlich so k.o.?

Hmmm, interessiert mich jetzt schon und drum habe ich mal einen ganz normalen Arbeitstag für unser Projekt dokumentiert. 

Ostersonntag, 6 Uhr. Zu früh, um aufzustehen. Im Bett schon mal grob durchdenken, was zu tun ist. 
Nach mdst. 2 Haferln Kaffee kanns los gehen.

Der PR-Mappeninhalt muss den entsprechenden Themenpäckchen nach zusammengetackert werden. Der Handballen schmerzt noch vom Vortag, wo ich mit meinem normalen Haushaltstacker gekämpft habe. Er hat sich immer wieder geweigert, 10 Blatt 100g/m² starkes Papier zusammenzuheften. Nach 4 Stunden war der Kampf beendet, die 1000 Blatt geheftet. Ich habe gewonnen. Yes! 

Die 6 Blätter von heute früh sind dagegen richtig angenehm. Der Tacker streikt nur ein paar Mal. Dauert trotzdem irgendwie lange. Nervig! 

Dann Büroarbeit. Facebook checken. Austausch mit Manfred. Ist immer eine sehr große Hilfe, mit ihm die nächsten Schritte durchsprechen zu können. Alles soweit ok. Bei Facebook entdecke ich eigentlich immer Seiten, die ich mir ansehen muss, denn ich bin ja immer noch auf der Suche nach Räumlichkeiten und Sponsoren. 2 Seiten gefunden und markiert. 
Hat einer meiner Kontakte Geburtstag oder hat einer der "12malanders"-Teams etwas gepostet, das ich teilen möchte? Ich versuche immer, den Leuten, die uns unterstützen zu zeigen, dass sie mir wichtig sind. 
Ein paar Ostergrüße versendet. 
Mails gecheckt. Nachricht vom Viktor vom BBK. Er hat die freien Termine gemailt, wann die Harderbastei im Mai frei ist. Diese Info gleich weitergesendet an Fotograf, Model und Make-Up-Artist. Automatische Rückmeldung vom Model - sie ist nicht erreichbar bis 14. April. Mist! 

Xing-Benachrichtigung von Heribert Thiel. Ihn habe ich kontaktiert wegen der Lesung bei unserem PreOpening im April und er hatte Interesse, bei uns mitzumachen. Beim anschließenden Telefongespräch Ernüchterung. Die Geschichte eignet sich wohl in dem "lockeren" Rahmen nicht, vorgetragen zu werden. Es gibt zu viele sehr lange und verschachtelte Sätze - das ist für das Publikum zu anstrengend. Das ist bei einer normalen Lesung ok, aber nicht bei diesem Event. Nochmal Mist! 

Die Kontakte der 2 markierten Seiten von Facebook angeschrieben. 

Arbeit an dem Bild, das ich für den Pinselmacher entstehen lassen will. GottseiDank muss ich nur an den Konturen arbeiten heute. Der Kopf ist absolut nicht frei und es ist irre anstrengend, sich dann aufs Malen zu konzentrieren. Aber 4 Stunden habe ich hingekriegt. Gutes Gefühl! 

Dann wieder Organisation. Merkzettel geschrieben, wann ich was nach Hamburg zu Katja Derow schicke. Sie hat signalisiert, dass sie wieder Zeit hat, uns bei der PR-Arbeit fürs Projekt zu unterstützen. Erleichterung und Freude! 

To-do-Liste gemacht für den nächsten Tag. Blog-Eintrag, Website aktualisieren, tackern, Infos einholen wegen der QR-Code-Kurzgeschichten-Idee. Und wo sind eigentlich all die anderen to-do-Listen, die noch nicht abgearbeitet sind. Panik! 

Und weils so schön war - noch etwas getackert. Aua! 

Abends noch mit der Nina, meiner Wiener Galeristin gechattet. Auch das darf ich nicht vernachlässigen. (Aber mit der Nina hab ich auch geratscht, nicht nur über die Arbeit geredet...). 

Ein letzter Mail-Check. Die Nicole Mahal hat mir ihre Kurzgeschichte gesendet zum Beruf des Sounddesigners. Juchu! 

Auch wenn ich manchmal wirklich an meine Grenzen stoße und die Suche nach Räumlichkeiten mich sehr belastet, es geht doch immer weiter. Schritt für Schritt. Seeeeehr gutes Gefühl! 

Hab festgestellt, dass positiv und negativ sich heute so die Waage gehalten haben und da ich die positiven Gefühle immer wesentlich höher einschätze, war es doch ein guter Tag. 
Viel gearbeitet, aber es hat sich gelohnt und müde darf ich sein...liegt doch nicht am Alter. Juchuuu!

Donnerstag, 21. März 2013

Neue Fassung unseres Projektbuches




Untitled by Eva Leopoldi | Make Your Own Book

Es war wieder viel Arbeit, aber es lohnt sich definitiv. Unser Projektbuch wird wunderschön, hat tolles Bildmaterial und spannende Texte zu bieten.

Viel Spaß beim Blättern - bald wird es das Ausstellungsbuch sein. Juchu!

Zwei Jahre Arbeit. Zwei Jahre hochinteressante Begegnungen. Zwei Jahre fantastische Zusammenarbeit mit einem sehr geduldigen Projektpartner. Zwei Jahre Spaß bei der Arbeit....naja...wenigstens meistens...Und zwei Jahre soooo viel gelernt. Ich freue mich schon sehr, wenn das Buch im Sommer fertig wird und die Ergebnisse komplett zu sehen sind.

Montag, 21. Januar 2013

Geza Schön - ein Rebell unter den Parfumeuren

Januar 2013

Geza Schön ist einer von 5 freiberuflichen Parfumeuren auf der ganzen Welt, einer der "jungen Wilden" in seiner Branche und er ist sehr erfolgreich. Einige seiner Duftkreationen sind im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Parfums auf einem einzigen Duftstoff als Basis aufgebaut - und der ist auch noch synthetisch.

Wir waren gut vorbereitet, als wir ihn besuchten, waren natürlich informiert über seine Arbeit, hatten das Tsatsiki am Abend zuvor beim Griechen weggelassen und das doch stärker riechende Körperöl nach dem Duschen am Morgen auch.
Ich war ehrlich gesagt, schon ein klein wenig nervös, so einen bekannten Parfumeur interviewen zu dürfen.

Nach kurzer Zeit oben in seinem Penthouse in Kreuzberg war Entspannung angesagt - Geza ist ein total symphatischer, humorvoller, hochinteressanter Mann, der keinerlei Starallüren hat und mit seiner individuellen Art zu arbeiten perfekt zu unserem Projekt passt.

                                       Über den Dächern von Kreuzberg. © photoworks-manfredi
 
"Parfumeur werden kann eigentlich jeder", erzählt er. Voraussetzungen dafür ist die Gabe, offen zu sein, beschreiben und assoziieren zu können und eine große Portion Geduld. Denn das Wichtigste an der Ausbildung ist, die Duftstoffe erkennen zu können, diese dann exakt zu beschreiben und zu lernen, wie diese Stoffe mit anderen Stoffen reagieren. Es ist eine langandauernde Erfahrungs-sammlung und wichtiger als eine "gute Nase" ist die Fähigkeit, ein Vokabular aufbauen zu können, um die Unterschiede und Eigenheiten der Stoffe benennen zu können.

Wie die meisten unserer außergewöhnlichen Berufe ist auch dieser Beruf kein Ausbildungsberuf im herkömmlichen Sinn. Die Ausbildung findet meistens in den jeweiligen Parfumunternehmen statt und dauert 3-5 Jahre.

Es braucht schon eine Portion Glück, einen der wenigen Ausbildungsplätze zu ergattern. Weltweit gibt es nicht mehr als 500 Parfumeure. Arbeitsbereich ist nicht nur die klassische Parfumherstellung , sondern generell die "Riechstoffindustrie", wo Düfte für Cremes, Seifen, Shampoos etc entwickelt werden.
Neu dazu gekommen ist der Bereich der Firmendüfte, also der Corporate Scent. Auch hier hat Geza Schön schon sein Können und seine Erfahrung eingebracht.

Seit 2002 arbeitet er freiberuflich als Parfumeur und hat sich so die Freiheit geschaffen, Düfte zu kreieren, die einfach "anders" sind und sich nicht dem Zwang der Marketingabteilungen der Duftindustrie beugen müssen. Dazu zählen seine sog. Monodüfte mit nur einem einzigen Riechstoff als Basis - Escentric Molecule 01, 02 und 03 waren der Beginn seines Erfolges.

                                                          Im Gespräch mit Geza Schön. © photoworks-manfredi

Die Beschreibung des Escentric 02 von Escentric Molecules will ich euch nicht vorenthalten:

..." Der Auftakt ist frisch, scharf und eiskalt: ein Gin Tonic mit Soda, vielen klirrenden Eiswürfeln, dazu ein Spritzer fruchtiger Mandarine. Es folgt ein Hauch zart-blumiger Noten aus Iriswurzel, Holunderblüten und dem dezentem Jasminduft von Hedione. Die Basis besteht aus einem Dreiklang von leichtem Vetiver, Zedernholz und Muscone, einem naturidentisches Moschusmolekül und eine Prise Tonkabohne, die, so Geza Schön, für einen „warmen Schmelz im Fond sorgt. Und natürlich eine wuchtige, hochdosierte, aber nahezu duftneutrale Portion Ambroxan.
Die Duftnoten sind
  • Ambroxan, Gin, Tonic, Almdudler, Mac Powerbook, Mandarine, Iris, Hedione, Holunderblüte, Muskateller, Salbei, Muscone, Vetiver, Zedernholz, Zistrose

Ich durfte an dem synthetischen Grundstoff Ambroxan riechen - und muss sagen, dass ich ihn absolut nicht als duftneutral empfunden habe, sondern es unglaublich fand, dass ein einziger Duftstoff so ein Dufterlebnis sein kann. Dafür konnte ich beim besten Willen beim Parfum die Note Mac Powerbook nicht herausriechen...

So ist es nicht verwunderlich, dass Geza mit nur 500-700 Duftessenzen arbeitet. Diese Essenzen (übrigens in einem Preisbereich von 1,80 - 42000 EUR/kg), eine Waage, ein Stift, eine Rezeptur - mehr ist nicht nötig, wenn man wie Geza Kreativität, Lust am Arbeiten, Ideenreichtum und diesen ganz eigenen mutigen Stil hat.

                                                     Der Meisterparfumeur bei der Arbeit. © photoworks-manfredi

Ganze 3 Stunden durften wir eintauchen in die Welt der Essenzen, Düfte, Marketingstrategien - und ich weiß jetzt, worauf ich hinspare....wenn man, nein frau einmal so etwas Außergewöhnliches, Feines gerochen hat, will frau sich nicht mehr mit den 08/15-Düften von Douglas & Co umhüllen.
(Vielen Dank, lieber Geza, dass du mir nicht die Augen, aber die Nase geöffnet hast....)

"12 mal anders" hat uns wieder mal einen tollen Tag mit einer hochinteressanten Persönlichkeit und einem wirklich außergewöhnlichen Beruf geschenkt.