Donnerstag, 13. September 2012

Wenn's weiter nichts ist...

September 2012

Das hatten wir so nicht erwartet – Die Vorbereitungen für das Shooting für den Beruf des Pinselmachers waren die aufwändigsten und anstrengendsten, die wir bisher realisiert haben.

Aber wenn die Idee einmal im Kopf sitzt und begeistert...
Die Story, die uns zum Beruf des Pinselmachers eingefallen ist, habe ich ja schon kurz angerissen.
Ein weibliches Model spielt eine Künstlerin, die in die Rolle von berühmten männlichen Künstlern schlüpft. Diese stellt sie dann auf eine Art und Weise dar, in der sie ihre erotische Weiblichkeit behält, aber durch ihre Gesten, Mimik, Kleidung und mithilfe der Requisiten deutlich den berühmten Vorgänger zeigt.

Na, wenn's weiter nichts ist...

Wir haben dann also einen Raum gebaut, den wir in die unterschiedlichen Ateliers verwandeln konnten. Aus Sperrholzplatten, so schwer wie Blei...
GottseiDank hatte da unser Kameraassistent Julian auch Zeit, mit anzupacken!
Hierbei hat Manfred eine weitere Begabung gezeigt – er hat die Wände so bemalt/bearbeitet, dass sie nach der Behandlung wirklich so aussahen, wie wir uns die alten, abgenutzten Wände in den Malerateliers vorgestellt hatten. Und der „alte“ Dielenboden des Raumes ist mir auch recht gut gelungen.

Die Requisiten waren als nächstes an der Reihe – wir haben privat geliehen, bestellt, gekauft, selber gemacht, im Fundus der Bavaria-Filmstudios geliehen. Auch hier haben wir viel Zeit (und mehr...) investiert.

Schließlich die Arbeit mit Kamera und Licht. Alle Einstellungen müssen ja vorher ausgetestet werden. Und da ist Geduld angesagt....

Ein tolles Model, Susanne Weisbach aus Hannover, hatten wir ja recht schnell gefunden. Bis kurz vor Beginn des Shootings spannend war die Suche nach einem guten Stylisten/Maskenbildner. (Obwohl ich wirklich sehr sehr gern auf diese Art Spannung verzichtet hätte....ich war ganz schön fertig in der noch stylistenlosen Zeit)
Doch auch hier stand unser Projekt unter einem guten Stern. Andreas Schwan, Make-up-Artist, auf Zwischenstopp in Ingolstadt, ist es gelungen, aus diesem einen Model wirklich 7 komplett unterschiedliche, genau auf den Typ zugeschnittene Charaktere zu erarbeiten – traumhaft!

   Ein Blick auf einen Teil unserer Requisiten
    Die Größe der Halle war perfekt

       Ein Blick von der Seite auf den Aufbau

                                          Requisitentest              

Also auf den Punkt gebracht: Vorbereitungs-, Planungszeit für das Shooting ca 3 Monate, davon 4 Wochen schuften in der Halle. Eigentliches Shooting knappe 3 Tage und jetzt brauchen wir noch einmal gut 8 Tage, um die ca 3000 Fotos zu sichten, auszusieben, zu bearbeiten etc.

Aber ganz ehrlich:
Auch wenn man zwischendrin mal denkt „...ich muss doch komplett bescheuert sein...“
Die Arbeit mit Profis, die auch alle noch supernette Menschen sind und die Ergebnisse, die dabei herauskommen, lassen diese Phasen ganz schnell verblassen und ein großartiges Gefühl der Zufriedenheit kommt auf.
We did a really good job!!!

Mehr vom Shooting selber im nächsten Blogeintrag...

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